Farbenfrohe Kostüme, volle Straßen und beste Laune
Der Faschingsclub Helmstadt hat auch in diesem Jahr wieder gezeigt, wie lebendig und herzlich unser Ort feiern kann. Fast 30 Motivwagen und Fußgruppen zogen auf der bewährten Route durch den Ort – begleitet von dicht gedrängten Zuschauerreihen, die vom ersten bis zum letzten Wagen mitfieberten.
Waschbären, Transsilvanien‑Gestalten, Vogelscheuchen, Fallschirmspringer, Bügelbretter, Badegäste, eine Affenbande, Pizzabäcker, Musketiere und viele weitere kreative Gruppen sorgten für ein buntes, fröhliches Bild. Besonders die Fußgruppen beeindruckten mit liebevoll gestalteten Kostümen und viel Spielfreude. Der Elferrat samt Prinzenpaar fuhr traditionell „auf der Kappe“ mit und brachte zusätzliche Stimmung in den Zug. Trotz kühler Temperaturen blieb es trocken – und wie so oft zeigte sich zwischendurch sogar die Sonne, was die gute Laune noch verstärkte.
Am Endpunkt an der Raiffeisenbank warteten Freßwagen sowie Kaffee und Kuchen. Von dort wurden die Gruppen über Lautsprecher vorgestellt und das Publikum weiter angefeuert. Anschließend wurde im Hof des Gasthaus Stern und beim Frohsinn noch lange weitergefeiert. Die Feuerwehr Helmstadt sorgte während des gesamten Umzugs für sichere Straßen und einen reibungslosen Ablauf.
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Humorvoll verkleidet – und dennoch tief im Glauben verwurzelt
Der Faschingsgottesdienst in der St.-Martin-Kirche Helmstadt war auch in diesem Jahr ein besonderer Moment im närrischen Kalender. Viele Gläubige kamen verkleidet in die Kirche und sorgten schon vor Beginn für eine warmherzige, familiäre Atmosphäre. Die Mischung aus Humor, Verkleidung und liturgischer Feier gelang auf eine Weise, die den Charakter des Gottesdienstes nicht verwässerte, sondern ihm eine eigene, fröhliche Tiefe verlieh.
Pfarrer Berthold Grönert führte durch die Messe und wurde dabei gleich mehrfach unterstützt: Lina Bauer brachte eine Bütten‑Lesung mit viel Charme und Witz, und als „Gesandter aus Rom“ trat Celine Weimer auf – ein Moment, der zunächst für Überraschung sorgte und dann für herzhaftes Gelächter, als klar wurde, wer da wirklich vor der Gemeinde stand. Gemeinsam mit dem Pfarrer entstand daraus eine kleine Bütten‑Predigt, die humorvoll verpackt war, aber ihre Botschaft nicht verlor.
Trotz aller närrischen Elemente blieb die Feier würdig, respektvoll und klar christlich. Nichts wirkte überzogen oder lächerlich – im Gegenteil: Die Kunst bestand darin, die Botschaften der Lesung und Predigt in ein faschingsgerechtes Gewand zu kleiden, ohne ihren Kern zu verlieren. Die Gemeinde dankte es mit einer vollen Kirche, viel Freude und spürbarer Verbundenheit. Ein weiterer Höhepunkt war die Übergabe des Jubiläumsordens durch das Prinzenpaar an Pfarrer Grönert – ein Zeichen der Wertschätzung und ein Moment, der die Nähe zwischen Fasching und Gemeinde besonders sichtbar machte.
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Ehrungen, Emotionen und ein Programm, das die TV‑Halle zum Beben brachte
Die Prunksitzung zu unserem 66‑jährigen Jubiläum fühlte sich an wie ein Abend, an dem Helmstadt gezeigt hat, was Fastnacht für uns bedeutet: Gemeinschaft, Herzblut und ein Programm, das von der ersten bis zur letzten Minute getragen war von Begeisterung. Die Prinzengarde eröffnete den Abend mit einem kraftvollen Marsch, der die TV‑Halle sofort in Feststimmung versetzte.
Bevor es mit den Auftritten weiterging, durften wir einen besonders feierlichen Moment erleben: die Ehrungen des Fastnacht‑Verbands Franken. Acht unserer Aktiven erhielten den Sessionsorden – ein Dank für ihren Einsatz, der unseren Verein lebendig hält. Mit dem Verdienstorden wurden Frank Nöth, Thomas Bauer und Michaela Hauser ausgezeichnet, drei Menschen, die seit vielen Jahren prägen, gestalten und anpacken. Und dann kam der Moment, der uns alle berührt hat: Gerald „Gebbo“ Wiegand wurde mit dem „Till von Franken“ geehrt. Als die Halle geschlossen aufstand, war spürbar, wie sehr Gebbo die Helmstadter Fastnacht seit Jahrzehnten mit Leben füllt.
Wer regiert die Narrenschar?
Am Samstag veranstaltete der Faschingsclub Helmstadt die wie jedes Jahr mit großer Spannung erwartete Inthronisierung seines Prinzenpaares. Wer würde die Helmstadter Narren wohl durch das kommende Jubiläumsjahr führen? Der Faschingsclub feiert sein 66 jähriges Bestehen vom 15. bis 18.05.2026 mit einem großen Stiftungsfest. Zahlreiche Faschingsfreunde hatten sich daher in freudiger Erwartung im Gasthaus Stern versammelt und sehnten bei bester Stimmung der Enthüllung Ihrer Hoheiten entgegen.
Nach Einzug von Garde und Elferrat sowie Begrüßung durch den Präsidenten des Faschingsclub, Frank Nöth, erfolgte zunächst die Verabschiedung des Prinzenpaares der vergangenen Kampagne, Kathrin II. und Jochen II. Dann berichtete Sitzungspräsident Thomas Bauer ausführlich von der nicht immer ganz einfachen Suche nach einem neuen, würdigen Prinzenpaar und verkündete schließlich, "Es tut mir Leid, in diesem Jahr ist es uns nicht gelungen". Er richtete einen letzten Aufruf an das konsternierte Publikum, ob sich nicht doch noch jemand spontan für das Amt berufen fühlen würde. Der im Saal anwesende, ehemalige Präsident des Faschingsclub Peter Wander und seine Frau Annette fassten sich schließlich ein Herz und verkündeten, "Ja, wir machen es!".

Unter dem tosenden Applaus des Publikums wurden Prinz Peter IV. - königlicher Platzwart, vom Stamme der Spenglersch und seine Lieblichkeit Prinzessin Annette I. - hoheitliche Feinschmeckerin der prickelnden Schaumweine aus dem Hause der Joffs anschließend in Amt und Würden eingeführt. Die humorvolle Antrittsrede der beiden ließ dann aber erahnen, dass die Entscheidung wohl doch nicht ganz spontan erfolgt war und man sich einen kleinen Spaß mit den Helmstadter Narren erlaubt hatte.

Das bunte Programm wurde durch die erstmalige Verleihung der Tanznadel des Faschingsclub Helmstadt für 11 Jahre Tanz an 21 aktive Tänzerinnen und Tänzer, einem Auftritt der Elferratsgarde, einer herrlichen Darstellung von Lina Bauer, was ein Stiftungsfest im Ort eigentlich bedeutet und dem nicht mehr wegzudenkenden Part des Stammtisches mit Geschichten aus dem Ortsgeschehen komplettiert und sorgte für viel Vorfreude auf die kommende Kampagne.
Elferrat und Ranzengarde übernehmen das Kommando!
Am Dienstag Abend übernahmen in Helmstadt wieder die Narren das Zepter im Ort. Den diesjährigen Rathaussturm, bei dem sich Bürgermeister Tobias Klembt wohl zum letzten Mal dem Ansturm von Elferrat, Ranzengarde und Elferratsgarde entgegenstellte, ließen sich viele Zuschauer natürlich nicht entgehen. Klembt wird sich, wie bereits bekannt, im kommenden Jahr nicht mehr als Bürgermeister zur Wahl stellen.


Bevor sich die Narrenschar begleitet von Musik und ihrem bei Groß und Klein bekannt und beliebten Schlachtruf Helmstadt Helau! Zutritt zum Rathaus verschaffte, ließ sich Sitzungspräsident Thomas Bauer wie gewohnt ein paar wortgewandte Seitenhiebe in Richtung Gemeindeführung natürlich nicht verkneifen. Die nur für Millionäre erschwinglichen Bauplatzpreise im Neubaugebiet oder das große Engagement des scheidenden Bürgermeisters in Sachen Gewerbegebiet sorgten dabei für einige Lacher in den Reihen der Zuschauer. Am Ende musste Bauer jedoch "sichtlich gerührt" konstatieren, dass man Klembt nach nun 6 Jahren des wiederkehrenden Ringens um die Oberhand im Helmstadter Rathaus, doch durchaus vermissen werden. Immerhin habe man sich ja schon so sehr aneinander gewöhnt. Mit viel Humor und Augenzwinkern war Klembt dabei in all den Jahren für jeden Spaß zu haben.


Bei der nach kurzem Widerstand schließlich auch diesmal unvermeidlichen Übergabe von Gemeindekasse und Rathausschlüssel an den angerückten Elferrat, lag daher durchaus etwas Wehmut in der Luft. Der guten Laune aller Mitwirkenden und Zuschauer tat dies jedoch keinen Abbruch. Bei Musik, kalten und warmen Getränken stimmte man sich ausgelassen, fröhlich und mit jeder Menge Vorfreude auf die 5. Jahreszeit ein.
Weiter geht es in Helmstadt bereits am kommenden Samstag mit der Inthronisierung im Gasthaus Goldener Stern. Hier wird sich zeigen, ob sich auch für die kommende Kampagne im Jubiläumsjahr des Faschingsclub Helmstadt ein neues Prinzenpaar gefunden hat. Der Faschingsclub feiert sein 66 jähriges Bestehen im Mai 2026 mit einem großen Stiftungsfest.
Der 3. Oktober. Alljährlich Das feste Datum für unseren Wandertag!
Mit 40 hochmotivierten Wanderern machten wir uns auf den Weg Richtung Aalbachtal.



Nach einem kurzen Zwischenstopp am Uettinger Lieblingsplatz fanden wir uns zur Schnapsprobe auf dem Ullrichshof in Greußenheim ein, wo wir den einen oder anderen "spirituellen" Leckerbissen genießen konnten. Anschließend führte uns unser Weg zum Ausklang noch auf das Gräußemer Backhäuslesfest, bevor wir mit dem Bus gemütlich die Heimreise nach Helmstadt antraten.



Dort wurde unsere Wanderschaft bereits im Vereinslokal Gasthaus goldener Stern zum gelungenen Abschluss erwartet. Ein rundum gelungener Wandertag 2025 mit vielen interessanten Gesprächen und lustigen Anekdoten, die uns auf die kommende Kampagne einstimmen. Danke an Helga und Lina für die erstklassige Bewirtung unterwegs und an Omnibus Ditterich für die Heimfahrt.
Wir freuen uns auf die anstehende Kampagne und das kommende Festjahr und wünschen allen noch ein schönes Wochenende.








